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Beitrag zum Grund- und Ergänzungsfonds für 2017

 

Zur Deckung der Erfordernisse und zur Sicherstellung der Leistungen aus dem Grund- und Ergänzungsfonds wird folgender Beitrag pro Kalenderjahr festgesetzt:

(1) Für alle Teilnehmer ein Fixbetrag von:

a) bis zum 30. Lebensjahr Euro 2.452,80
b) ab dem 30. Lebensjahr Euro 3.679,20
c) ab dem 40. Lebensjahr Euro 4.905,60
 
Die Einstufung unter lit. a, b, und c erfolgt nach dem mit 01. 01. des jeweiligen Jahres erreichten Lebensalter.

(2) Für alle Teilnehmer, ausgenommen Turnusärzte, ein zusätzlicher Beitrag

a) von ausschließlich angestellten Ärzten von den laufenden Einkünften ausnichtselbständiger Arbeit gem. § 109 Abs. 6 ÄG in der Höhe von 3%
  und vom Umsatz aus selbständiger Tätigkeit des zweitvorangegangenen Jahres 2%
b) Von den übrigen Teilnehmern  
  1. Von Ärzten für Allgemeinmedizin und allgemeinen Fachärzten von den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und dem Umsatz aus selbständiger ärztlicher Tätigkeit des zweitvorangegangenen Jahres bis zur Höchstbeitragsgrundlage von Euro 224.340,- 2%
  2. Fachärzten für ZMK bzw. Zahnärzten und Radiologie von den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit des zweitvorangegangenen Jahres bis zur Höchstbeitragsgrundlage von Euro 224.340,- 2%
  und vom Umsatz aus selbständiger ärztlicher Tätigkeit des zweitvorangegangenen Jahres bis zur Höchstbeitragsgrundlage von Euro 313.762,24 1,43%
 
Insgesamt darf jedoch der zusätzliche Beitrag den Betrag von EUR 4.486,80 nicht übersteigen.


(3) Bei hausapothekenführenden Ärzten werden die Auslagen für den Wareneinkauf, höchstens jedoch die Einnahmen aus der Hausapotheke, vom Gesamtbetrag der Entgelte in Abzug gebracht. Bei Abteilungs- bzw. Institutsvorständen zählen die an nachgeordnete Ärzte abzuführenden Entgelte nicht zur Beitragsgrundlage.

(4) Wahlärzten, ausgenommen Wahlärzte mit einem Dienstverhältnis mit voller Dienstverpflichtung, werden die nachgewiesenen Auslagen (ohne Umsatzsteuer) für den medizinischen pro Ordinatione - Bedarf vom Gesamtbetrag der Entgelte in Abzug gebracht.

(4a) Turnusärzte in Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin gem. ÄAO 2006 sowie Turnusärzte während der Basisausbildung gem. ÄAO 2015 werden auf Antrag auf den halben Fixbeitrag gem. Abs. 1 reduziert sowie vom zusätzlichen Beitrag gem. Abs. 2 befreit. Für diesen Zeitraum wird die halbe Anwartschaft gem.
§ 32 Abs. 2 Satzung des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Burgenland erworben.

(5) Turnusärzte in Ausbildung zum Facharzt gemäß ÄAO 2006 sowie Turnusärzte nach Beendigung der Basisausbildung gem. ÄAO 2015 sind für längstens 5 Jahre anrechenbare Ausbildungszeiten (unter Anrechnung sämtlicher vorheriger Ausbildungszeiten) von den Beiträgen gem. Abs. 2 ausgenommen. Die Umstufung erfolgt mit dem nächstfolgenden 1.1. nach Ablauf der 5 Jahre. Für diesen Zeitraum wird die volle Anwartschaft gem. § 32 Abs. 2 Satzung des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Burgenland erworben. Mit Eintragung einer selbstständigen Berufsberechtigung in die Ärzteliste entfällt die Befreiung vom zusätzlichen Beitrag gem. Abs. 2.

(6) Für die Errechnung des zusätzlichen Beitrages gem. Abs. 2 lit. a und b sind die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit aus ärztlichen Tätigkeiten gem. § 41 ÄG Abs. 1 bis 3 außer Ansatz zu lassen.

(7) Wird während der Zeiten gemäß § 17 Abs. 2 lit. b. der Satzung des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Burgenland Einkommen aus ärztlicher Tätigkeit erzielt, besteht für Umsätze bzw. Bruttobezüge bis zum Betrag gemäß § 5 Abs. 2 ASVG keine Beitragspflicht. Wird darüber hinaus Einkommen erzielt, ist für den über dem Betrag gemäß § 5 Abs. 2 ASVG liegenden Umsatz bzw. Bruttobezug ein Beitrag von 6 % zu entrichten. Bei einem Umsatz bzw. Bruttobezug über dem Betrag gemäß § 2 Abs. 1 Z. 3 des Kinderbetreuungsgeldgesetzes wird kein Nachlass oder eine Ermäßigung gewährt.

(8) Bei Gruppenpraxen erfolgt die Bestimmung des zusätzlichen Beitrages gem. Abs. 2 lit. b) entsprechend dem jeden Gesellschafter zuzurechnenden Umsatzanteil. Der Gesamtumsatz wird auf die Gesellschafter nach Köpfen bzw. gleichen Anteilen aufgeteilt, es sei denn, eine anderslautende, gemeinsam unterschriebene Mitteilung der Gesellschafter über die Aufteilung geht der Ärztekammer rechtzeitig zu.

(9) In die Bemessungsgrundlage für die Errechnung des zusätzlichen Beitrages gemäß Abs. 2 fällt das gesamte aus ärztlicher Tätigkeit erzielte Einkommen bzw. der gesamte aus ärztlicher Tätigkeit erzielte Umsatz, unabhängig davon, ob dieses oder ob dieser im Burgenland erzielt wurde.
 

  Altersstufe Höchstbeitrag
  bis zum 30. Lebensjahr Euro 6.939,60
  30. bis 40. Lebensjahr Euro 8.166,00
  ab dem 40. Lebensjahr Euro 9.392,40
 

Umlage zum Unterstützungsfonds

 

Die Umlage zum Unterstützungsfonds beträgt einheitlich für alle Teilnehmer am Wohlfahrtsfonds (ausgenommen Leistungsbezieher): Euro 216,00

 

Umlage zum Fonds der Bestattungsbeihilfe und Hinterbliebenenunterstützung

 

Die Umlage zum Fonds der Bestattungsbeihilfe und Hinterbliebenenunterstützung beträgt monatlich für

 

  Turnusärzte in Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin gem. ÄAO 2006 sowie Turnusärzte während der Basisausbildung gem. ÄAO 2015, Wohnsitzärzte  
  Altersversorgungsempfänger mit Berufstätigkeit: Euro 21,50
  alle übrigen Teilnehmer am Fonds Euro 43,00